Von Astrid Rasner - Mittwoch, 06. November 2019

Protestkundgebung zur stockenden Chemie Tarifrunde bei Heraeus!

Die 1. Protestkundgebung im Rahmen der stockenden Chemietarifrunde bei Heraeus in Hanau am 6. November 2019. Eine von über 200 Aktionen bundesweit, wo sich mehr als 50.000 Kolleginnen und Kollegen beteiligen, damit im Arbeitgeberlager ein Umdenken einsetzt!

Astrid Rasner

Foto: Kundgebung 2019

Neben einer spürbaren und realen Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen, fordert die IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) für ihre Mitglieder die Einrichtung eines persönlichen Zukunftskontos in Höe von jährlich 1.000 Euro; die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegeversicherung sowie eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels.

Astrid Rasner

Foto: Heraeus 2019

Alexander Wiesbach, Gewerkschaftssekretär im Bezirk Mittelhessen:

"Die zunehmende Arbeitsverdichtung und der wachsen-de Stress haben bei unseren Kolleginnen und Kollegen Spuren hinterlassen. Und wenn bei einer Erhebung des DGB festgestellt wird, dass 41% der Beschäftigten an-gegeben haben nach der Arbeit zu erschöpft zu sein um ihre Freizeit genießen zu können, dann ist für uns als IG BCE alarmieren. Hier besteht akuter Handlungsbedarf, zumal sich viele Beschäftigte in ihrer Freizeit auch noch um ihre Familie oder weitere Angehörige kümmern müssen.

Astrid Rasner

Foto: Heraeus 2019

Im Arbeitgeberlager befasst man sich dagegen nicht mit den Bedürfnissen der beschäftigten – dort ist man zahlengetrieben und versucht eine Krise herbeizureden wo überhaupt keine Krise ist. Gebetsmühlenartig be-kommen wir zu hören: „Nullrunde“, „realitätsfremde Einschätzung der Lage“ und „das Forderungspaket der IG BCE ist nicht finanzierbar“. Dabei verkennt man sei-tens der Arbeitgeber, dass sich nach 8 Rekordjahren die Konjunktur jetzt wieder normalisiert. Daher sollte man im Arbeitgeberlager aus einem kleinen Abschwung kei-ne Krise machen.."

Astrid Rasner

Foto: Kundgebung Heraeus 2019

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