Von Astrid Rasner - Donnerstag, 26. September 2019

IG BCE: Sehr guter Sozialplan bei Goodyear Dunlop –Zukunftsperspektive für Standorte Hanau und Fulda

Nach langen und komplizierten Verhandlungen haben sich mit Unterstützung der IG BCE die Betriebsräte von Goodyear Dunlop mit dem Unternehmen auf einen Sozialplan und Interessen­ausgleich geeinigt. Ziel ist es, die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen so niedrig wie möglich zu halten. Das wollen die Beteiligten durch den Übergang in die Rente für Ältere erreichen und über ein Programm, bei dem Beschäftigte freiwillig gegen eine höhere Abfindung das Unternehmen verlassen können. Bei langjährigen Beschäftigten können das sehr attraktive Konditionen sein.

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„Das ist ein Sozialplan, der sich sehen lassen kann“, sagt dazu Anne Weinschenk, Leiterin des Bezirks Mittelhessen der IG BCE. „Der Abbau von Arbeitsplätzen ist immer sehr schmerzhaft. Wir haben in diesem Fall für die Beschäftigten, die das Unternehmen verlassen, das Bestmögliche herausgeholt.“

Nach den Plänen des Unternehmens werden in Hanau rund 600, in Fulda etwa 450 Arbeitsplätze wegfallen. Besonders wichtig ist der IG BCE, dass die Standorte eine Zukunftsperspektive haben. „Der Aufsichtsrat von Goodyear Dunlop hat Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in den beiden Werken beschlossen“, sagt Anne Weinschenk.

„Das ist für uns ein klares Bekenntnis zu den Standorten Hanau und Fulda.“
Goodyear Dunlop hatte im März seine Pläne bekanntgegeben, in den beiden Werken zu investieren, gleichzeitig aber auch Stellen abbauen zu wollen.

„Die Verhandlungen mit dem Unternehmen waren sehr hart“, sagt Osman Ulusoy, stellvertretender Leiter des Landesbezirks Hessen-Thüringen der IG BCE. „Wir haben nun erreicht, dass keiner der Beschäftigten ins Bodenlose fällt. Ein kleiner Teil der Arbeitsplätze konnte gerettet werden, und über gute Ausstiegs¬möglichkeiten für Ältere und das Freiwilligen-Programm wird das Unternehmen versuchen, die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen so gering zu halten, wie es geht.“

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