Vom Bezirk Mittelhessen - Samstag, 24. November 2018

Ganz nah dran! Ortsgruppen-Vorstände des Bezirks treffen sich

Sie sind es, die den IG BCE-Mitgliedern ein Zuhause geben: die Ortsgruppen. Vor 20 Jahren führte sie der Bezirk Mittelhessen flächendeckend ein. Aus diesem Anlass haben sich am 24. November Ortsgruppenvorstände aus dem gesamten Bezirk in Gießen zu einer Festveranstaltung im Bürgerhaus Gießen-Kleinlinden getroffen. Eine Reihe von ihnen berichtete von den Erlebnissen aus der Arbeit der Ortsgruppen im Lauf der vergangenen 20 Jahre.

IG BCE

Foto: Veranstaltung 24. Nov. 2018

Bei der Veranstaltung ließ Landesbezirksleiter Volker Weber, der vor 20 Jahren Leiter des Bezirks Mittelhessen war, die Ereignisse um die Einführung von Ortsgruppen noch einmal lebendig werden. Es war 1998, ein Jahr, nachdem die IG BCE als Zusammenschluss aus IG Bergbau und Energie, IG Chemie-Papier-Keramik und der Gewerkschaft Leder entstanden war. „Wir mussten erhebliche Debatten führen, ob wir überhaupt Ortsgruppen gründen wollten“, berichtete er.

IG BCE

Foto: Beate- Hussin- Anne von links: Beate Rohrig (ehemalige Bezirksleiterin); Hussin El Moussaoui (Vorsitzender Bezirksvorstand); Anne Weinschenk (neue Bezirksleiterin)

Vorbehalte habe es etwa gegeben, weil man befürchtete, dass sich niemand für die ehrenamtliche Arbeit fände. „Der Großteil der Ehrenamtlichen im Bezirk kam aus der alten Gewerkschaft IG Chemie-Papier-Keramik – und dort kannten wir das Ortsgruppen-Prinzip nicht.“ Trotz der Bedenken konnten Volker Weber und sein Team den Bezirksvorstand davon überzeugen, die Ortsgruppen als zweite Säule der Mitgliederbetreuung neben der Arbeit in den Betrieben aufzubauen.

Wichtig sei dies gewesen, um Mitglieder, die aus dem Arbeitsleben ausschieden, weiterhin in die Gewerkschaftsarbeit einzubinden. Heute organisieren die Ortsgruppen zum Beispiel Jubilarehrungen und Veranstaltungen zu gewerkschaftspolitischen Themen und setzen sich für die Interessen der Mitglieder der IG BCE im Wohnumfeld ein.

Alexander Wiesbach

Foto: Veranstaltung 24. Nov. 2018

Zu Wort kamen bei dem Treffen auch eine Reihe von Mitgliedern unterschiedlicher Ortsgruppen, die sowohl von ihren Erlebnissen vor 20 Jahren bei der Gründung der ersten Ortsgruppen berichteten als auch von den Erfahrungen mit der Gründung neuer Ortsgruppen heute.

Die Festrede hielt Francesco Grioli, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands. Auch er erinnerte an die Ereignisse vor 20 Jahren. „Die Diskussionen waren heftig“, sagte er. Mit der flächendeckenden Einrichtung von Ortsgruppen habe der Bezirk aber rückblickend die richtige Entscheidung getroffen. Francesco Grioli informierte die Versammelten auch über die Arbeit des Hauptvorstands und nahm Stellung zu aktuellen politischen Themen.

Den Abschluss des Treffens bildete die Aufführung des Stücks „Yes we burn!!!“ von „Theater Xtra Meile“. Für eine Stunde machten Martina Frenzel und Signe Zurmühlen die Versammelten zu Mitarbeitern des fiktiven Unternehmens „Streichholz Union“, die auf den Beginn der Jubiläumsfeier und das Eintreffen des international agierenden CEOs warten. In dem Stück führen die beiden den Zuschauern vor Augen, mit welchen subtilen Mitteln in der Welt der globalisierten Unternehmen durch Consultants und Personalmanager auf Beschäftigte Druck ausgeübt wird. Im Anschluss diskutierten sie mit den Zuschauern über die im Stück gezeigten Beeinflussungs-Techniken.

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